Es ist ein warmer Sommertag, als das Telefon klingelt. Es ist Desirée von Dumont, die ausgiebig mit Feuerflieg flirtet und erzählt, sie habe ein Paul McCartney-Double kennengelernt. Kreszenzia kann verstehen, wieso Feuerflieg die Beziehung mit Desirée beendet hat, denn diese würde ihn nicht so akzeptieren, wie er ist.
Als die Assistentin noch von ihren abendlichen Kinoplänen mit ihrem Gatten erzählt, taucht eine Mandantin auf: der Poltergeist Merle, der schicksalsgebunden im Gefängnis Ackermoor spukt. Dort hat sie den Gefangenen Vierfinger-Franz kennengelernt, der vor mehr als zwanzig Jahren ein Mandant Feuerfliegs war und seinen Fall kläglich verloren hatte. Seitdem verflucht er seinen Anwalt und schwört grausame Rache.
Tatsächlich weiß Merle aber, dass Vierfinger-Franz tatsächlich unschuldig sei an dem Einbruch, für den er damals angeklagt worden war. Natürlich hat er viel geklaut, sogar aus erdbeerförmigen Erdbeerhäuschen. Aber eben nicht bei diesem Einbruch, für den er aktuell noch inhaftiert ist.
Feuerflieg soll also helfen, Vierfinger-Franz zu befreien. Sonderlich begeistert ist dieser nicht von der Idee, einen Fall anzunehmen, der potentiell sein vorzeitiges Ableben beinhalten könnte. Merle sähe darin kein Problem, schließlich könne Feuerflieg als Geist für immer als Anwalt arbeiten.
Doch wer hat nun den Einbruch begangen? Merle hat ein Geständnis bekommen von der Ratte „Ricky die Ratte“, der im Keller des Gefängnisses lebt. Ricky hatte die Bank aus Versehen in die Luft gesprengt, als er für seine 308-köpfige Familie Dichtungsgummi aus den Gasleitungen zog. Vierfinger-Franz arbeitete zu dieser Zeit im Nebengebäude als Hausmeister und aufgrund seines Vorstrafenregisters – und weil er eine Fernbedienung in Händen hielt – wurde er festgenommen.
Ricky hatte die Explosion übrigens nicht überlebt, sondern wurde zur Polterratte und an das Schicksal von Vierfinger-Franz gebunden. Deshalb spukt auch er in Ackermoor.
Da Feuerflieg noch immer unwillig ist, will Merle niedergeschlagen die Kanzlei verlassen. Da nimmt sich der Anwalt ein Herz und ruft Kriminaloberrat Bernauer an. Der mag Feuerflieg zwar nicht sonderlich, aber willigt doch ein zu helfen. Das schlechte Gewissen über die ungerechte Verurteilung überwiegt eben doch.
Vor Freude verursacht Merle einen Riss in der Decke der Kanzlei. Feuerflieg nimmt es nicht zu schwer, er geht lieber mit Kreszenzia und ihrem Mann ins Kino und spendiert das Popcorn.