Das Cover zeigt eine mysteriöse Szene in rosafarbenen Tönen. Im Vordergrund ist ein junger Charakter mit dunklen Haaren und großen, erstaunten Augen zu sehen. Sein Gesicht wirkt leicht verzerrt, als würden wir durch eine schleimige oder geisterhafte Substanz auf ihn blicken. Im Hintergrund leuchtet der Schriftzug ‚GHOSTSITTER‘, darüber steht der Name des Autors ‚Tommy Krappweis‘. Unten links steht in fetten, weißen Buchstaben der Titel ‚Die Stimme aus dem Glibber‘. Rechts steht der Name des Labels ‚Leonine Studios‘.

Folge 20: Die Stimme aus dem Glibber

von

Eigentlich wollten Tom und seine Freund*innen gemütlich mit Oma Käthe Kaffee trinken, aber diese kommt völlig verstört in Toms Wohnwagen bei der Schreckensfahrt an: Während der Ektoplasma-Reise hat sie eine Stimme gehört, die direkt aus dem Glibberschleim zu kommen schien. Vlarad hält das für völlig unmöglich, doch die anderen bestehen darauf, dass er der Sache nachgeht.

Schließlich findet er eine mögliche Erklärung: Um mit dem Ektoplasma zu reisen, ruft man ein Ziel in den Schleim. Aber was würde passieren, wenn jemand „Ektoplasma“ als Ziel angeben würde? Er oder sie wäre wohl darin gefangen, außerhalb der Realität von Raum und Zeit. Doch wer könnte das sein? Und warum?

Um das herauszufinden, vereinen die Untoten ihre Kräfte und schicken Tom in das Ektoplasma hinein. Wenige Augenblicke später schwebt Tom in einem Meer aus Ektoplasma und hört tatsächlich eine Stimme. Und nicht irgendeine Stimme: Sie gehört seinem Onkel Heinrich Röschenberg.

Käthe und die Untoten können es nicht fassen, Heinrich wiederzusehen. Zwei Jahre lang war er verschwunden und sie waren absolut sicher, dass er tot war. In Windeseile bringen sie Heinrich auf den laufenden Stand und wollen dann natürlich seine Geschichte hören.

Onkel Heinrich erzählt, wie er vor zwei Jahren im Zirkuswagen von Zoracz aufgesucht wurde. Wieder einmal wollte dieser die Schreckensfahrt haben und wieder einmal lehnte Heinrich ab. Doch Zoracz setzte ihn unter Druck: Er hatte Notizen gesammelt, die auf die Anwesenheit von Untoten hinwiesen. Er drohte, diese Informationen zusammen mit einer Locke von Heinrichs Haar zum Hexengericht zu schicken. Heinrich wusste, dass er mit seinem Pakt mit den Untoten gegen die Ewigen Gesetze verstieß. Und er wusste auch, dass er mit der Locke überall gefunden werden konnte. Sein Ausweg: Er flüchtete in einen Eimer Reiseschleim, der unter dem Schreibtisch bereitstand. Zoracz versuchte ihn noch festzuhalten, riss ihm aber nur ein Stück des Ärmels ab.

Am Abend sitzen Tom und Heinrich auf dem Dach des Zirkuswagens. Tom ist besorgt, dass er die Schreckensfahrt wieder abgeben muss, doch Heinrich beruhigt ihn. Er möchte zu seinen Freunden nach Bloodywood Castle gehen und ist froh, dass Tom die Verantwortung für die Schreckesfahrt so gut meistert.

Doch Heinrich macht sich um etwas ganz anderes Sorgen: Er traut der Gedankenlöschung nicht, die Vlarad bei Zoracz angewandt hat. Er will sich vergewissern, dass Zoracz wirklich alles vergessen hat und nicht etwas nur blufft.

Obwohl Vlarad ihm dringend davon abgeraten hat, Zoracz aufzusuchen, schleicht Heinrich sich später davon. Er will Zoracz unbedingt in die Augen sehen. Die Untoten versuchen vergeblich, ihn davon abzuhalten. Zunächst scheint Zoracz sich tatsächlich nicht zu erinnern. Doch dann fällt sein Blick auf Heinrichs Hemd. Der abgerissene Ärmel passt genau zu dem Stück Stoff, dass in Zoraczs Wagen an der Wand hängt. Diese Erkenntnis lässt seine Erinnerung und seine magischen Fähigkeiten spontan zurückkehren. Er wirkt einen Zauber und eine Druckwelle lässt das Wohnmobil platzen. Tom fliegt durch die Luft, doch ein weiterer Zauber von Vlarad und Amalia lässt gerade im richtigen Moment die Zeit still stehen und bremst seinen Sturz.

Die beiden holen nach und nach ihre Freund*innen aus dem Zauber heraus. Doch bei Heinrich scheinen sie zu spät zu kommen: Die magische Explosion hat ihn nach unten gedrückt und in den Boden getrieben. Es gibt nur einen Weg, sein Leben zu retten: Dada spendet eines ihrer Katzenleben, und Amalia und Vlarad wirken einen sehr mächtigen, wenn auch verbotenen Zauber. Es gelingt und Heinrich weilt wieder unter ihnen. 

Die Verwüstung wird später wie eine Gasexplosion im Camper aussehen, dafür haben Amalia und Vlarad gesorgt. Sie wissen: Die verbotenen Zauber, die sie in diesem Abenteuer wirken mussten, könnten noch für Probleme sorgen. Aber für heute ist noch einmal alles gut gegangen …