Bildbeschreibung: Das Bild ist ein düster und humorvoll gestaltetes Cover im Comic-Stil für ein Hörspiel. Es vermittelt eine Mischung aus Grusel und Abenteuer. Oben im Bild: - Der Hintergrund ist dunkel und neblig, mit einem Hauch von grünlichem Schimmer. - In der Mitte oben steht der Titel „GHOSTSITTER“ in großen, leuchtenden Buchstaben. Die Schrift wirkt wie aus Schleim geformt – dick, tropfend und leicht verzerrt, als würde sie von Geisterhand geschrieben. - Über dem Titel steht der Name des Autors: „Tommy Krappweis“ in schlichter schwarzer Schrift, weiß umrandet. - Unter dem Titel sind kleine Totenkopf-Symbole und grüne Schnörkel, die das Geisterhafte unterstreichen. Links unten: - Ein gezeichneter Junge mit kurzem dunklem Haar und schwarzem Kapuzenpulli ist zu sehen. Er schaut aus der Zuschauendeperpektive besorgt nach links und zeigt mit dem Daumen auf die rechte Bildhälfte mit drei Moormonstern. Seine Augen sind weit geöffnet, sein Gesichtsausdruck ist angespannt – als hätte er gerade etwas Unheimliches entdeckt. - Hinter ihm steht ein altes, verfallenes Haus mit schiefer Fassade. Es wirkt verlassen und steht inmitten einer nebligen Moorlandschaft. Rechts unten: - Drei geisterhafte Gestalten stehen nebeneinander im Nebel. Ihre Körper sind wie aus Schlamm oder Moor geformt. - Ihre Gesichter sind unförmig mit leuchtend gelben Augen. – sie wirken wie untote Moorbewohner. - Der Nebel um sie herum verstärkt die unheimliche Atmosphäre. Text und Logos: - Links unten steht in gelber Schrift: „Das Haus im Moor“ – der Titel dieser Episode. - Rechts unten befindet sich das Logo von LEONINE Audio, dem Hörspielverlag.

Folge 23: Das Haus im Moor

von

Mimi und Tom gehen im Haus von Oma Käthe einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen nach: Sie spielen World of Werwizards mit der Gilde Rübenbrei. Inzwischen ist Mimi den anderen bekannt, auch wenn diese natürlich nichts von ihrer untoten Existenz wissen. Sie denken, Mimi wäre gesundheitlich nicht in der Lage, ein Computerspiel zu spielen.

Nachdem die anderen gegangen sind, denken Mimi und Tom über mögliche Lösungen nach. Vielleicht kann Mimi nur den Kopf und die Hände feststofflich werden lassen? Ein erster Test ist recht vielversprechend, aber noch längst nicht ausgereift. Beide sind frustriert. Mimi möchte ein bisschen alleine sein, während Tom seiner Oma das Herz ausschüttet. Doch ihr Gespräch wird von einem Geräusch auf dem Dachboden unterbrochen: Mimi hat dort weiter an ihrer Feststofflichkeit gearbeitet, ohne zu wissen, dass ein höchst gefährlicher Gegenstand im Haus liegt: 

Vor einiger Zeit haben Herr Erdmann und Richterin Amalia Käthe gebeten, das „Liber ignis“ bei ihr verstecken zu dürfen. Dieses Buch (das auch als „Schatz der Alchemisten“ bekannt ist) gehört zu den drei mächtigsten Schriften der magischen Künste. Amalia wusste nicht, wo sie diesen wichtigen und gefährlichen Fund unterbringen sollte. Sie befürchtet nämlich, dass das Hexengericht von innen heraus angegriffen wird. Also ließ sich Käthe schließlich überreden, das Buch in ihrem Dachboden aufzubewahren, bis ein besseres Versteck gefunden ist.

Leider hat Mimi nun bei ihren Übungen versehentlich den schützenden Salzkreis um das Buch beschädigt und ihm außerdem noch Energie zugeführt. Bevor Käthe den Kreis erneuern kann, schwebt das Buch aus seiner Kiste hervor und nimmt Kontakt zur Außenwelt auf.

Tom, Mimi und Käthe bannen das Buch wieder und rufen sicherheitshalber die anderen Untoten herbei. Sie treffen gerade noch rechtzeitig ein, bevor das ganze Haus sich aus der Realität löst und in einer zwischenweltlichen Moorlandschaft wieder auftaucht.

Eine unbekannte Frau ruft Käthe nach draußen und fordert von ihr das Liber ignis. Käthe spielt die Unwissende, verspricht aber, das Buch zu suchen. Die Unbekannte gibt Käthe nur eine halbe Stunde Zeit, um ihr das Buch auszuhändigen. Um ihrem Ultimatum mehr Nachdruck zu verleihen, lässt sie ein Dutzend Moorgulken aus dem Sumpf entstehen. Diese riesigen, uralten Wesen kennen nur zwei Begriffe: Töten und Verzehren. Und genau das will die Frau ihnen befehlen, wenn sie das Buch nicht rechtzeitig bekommt.

Im Inneren des Hauses hält die Schreckensfahrtgemeinschaft Kriegsrat. Welf und Dada finden eine Schwachstelle der Moorgulken heraus: Wenn sie austrocknen, zerfallen sie. Doch noch bevor die Freund*innen mit dieser Erkenntnis etwas Sinnvolles anfangen können, eskaliert die Lage:

Die unbekannte Frau fordert erneut das Buch und spricht einen Zauber, der das Haus langsam im Sumpf versinken lässt. Oma Käthe schlägt sie kurzerhand nieder, sodass die anderen sie im Haus fesseln können. Allerdings entpuppt sich die Unbekannte als Dämonin, die sehr schwer zu bannen ist. Zwar gelingt es der Schreckensfahrtgemeinschaft schließlich, doch jetzt nähern sich die Moorgulken langsam dem Haus.

Tom hat eine Idee, wie sie die Kreaturen aufhalten können: Mit vereinten Kräften bringen sie den Heizungskessel im Keller fast zum Glühen und leiten heiße Luft in den Sumpf, um den Bereich um das Haus herum auszutrocknen. Der Plan geht tatsächlich auf: Die Moorgulken zerfallen.

Allerdings zeigt sich schnell, dass nur wenig Zeit bleibt. Sobald die Feuchtigkeit wieder zunimmt, werden sich die Moorgulken von Neuem erheben. Die Schreckensfahrtgemeinschaft, Käthe und das Haus müssen also schnellstens von hier verschwinden. Aber wie?

Zum Glück hat Käthe noch einen alten, ungenutzten Gutschein für ein Wichtelschutzpaket. Innerhalb weniger Sekunden versetzen die Wichtel das Haus nicht nur an seine Ausgangslage zurück, sondern bringen es auch in perfekten Zustand und schützen das Liber ignis viel besser als je zuvor.

Die unbekannte Frau ist nach dem Wichteleinsatz verschwunden. Doch es ist anzunehmen, dass die Schreckensfahrtgemeinschaft nicht zum letzten Mal von ihr gehört hat …