Folge 26: Der Wichteldeal

von


Rufus T. Feuerflieg und Kreszenzia haben Neuigkeiten: Sie wollen heiraten! Das Wann, Wo und Wie ist jedoch noch völlig unklar, denn zur Feier sollen viele Untote eingeladen werden. Tom und Mimi versprechen, sich Gedanken über mögliche Lösungen zu machen.
Derweil macht Tom sich Sorgen um Oma Käthe. Sie hat äußert, dass ihr zur Zeit alles ein bisschen zu viel wird. Sie hat auch schon lange niemanden mehr zu sich eingeladen. Sie sorgt sich, dass jemand einen der Untoten sehen könnte, die so oft bei ihr zu Gast sind.
Doch es gibt noch eine andere Neuigkeit: Julias Mutter hat den Vertrag unterschrieben, der die Ruine von Schloss Hohenblick wieder an Mimi überträgt. Julia ist glücklich mit dieser Entscheidung, möchte sich den Ort aber zumindest einmal anschauen. Wieso also nicht sofort?
An der Ruine treffen Julia, Tom und Mimi auf Obsidia vom Walde, die sich Sorgen um ihre Zukunft macht. Tom erfährt, dass sie und die anderen Wichtel hier magische Pilze mit magiezerstörender Kraft ernten. Diese sind äußerst selten und ein wichtiger Bestandteil ihrer Wichtelsicherungen – ein Umstand, der dringend geheim bleiben muss. Bisher galt das Gelände als Niemandsland, doch jetzt gehört es Mimi und Tom. Uralten Wichtelgesetzen nach brauchen die Wichtel nicht nur ihre Erlaubnis „in Schrift und Blut“, sondern müssen die Pilze auch angemessen bezahlen. Diese sind jedoch von so unschätzbarem Wert, dass die Wichtel keine Gegenleistung anbieten können. Obsidia sieht keinen anderen Weg, als die wertvolle Erntestelle aufzugeben.
Tom hat jedoch eine Idee, die er sofort mit Mimi und Julia bespricht. Sie werden sich schnell einig. Nach Einbruch der Dunkelheit trifft der Rest der Schreckensfahrtgemeinschaft inklusive Käthe im Wald ein. Alle Anwesenden müssen sich von der Lichtung wegdrehen, während die Wichtel dort ihren Teil des Handels in die Tat umsetzen: Sie bauen Schloss Hohenblick wieder auf. Innerhalb kürzester Zeit steht es wieder in vollem Glanze da, zu 89 Prozent historisch korrekt, komplett mit Einrichtung und Deko. Die übrigen 11 Prozent beinhalten moderne Isolierung, eine Solaranlage und Wärmepumpe. Außerdem ist das Schloss mit einer neuen Form der Sicherung geschützt, die es für andere unsichtbar macht und registrierten Untoten freie Bewegung ermöglicht. Damit ist die Schuld der Wichtel beglichen und sie können auch weiterhin die wertvollen Pilze abbauen.
Tom schlägt den anderen vor, das bisherige Winterlager aufzugeben und gemeinsam hier im Schloss zu leben. Das würde nicht nur viel mehr Platz und Komfort bedeuten, sondern auch Käthe entlasten. Sie möchte in ihrem Haus bleiben und nur zeitweise mit im Schloss wohnen. Alle sind gerührt und begeistert, nur Vlarad wehrt die Idee zunächst ab. Er gesteht, dass er große Schwierigkeiten mit Veränderungen hat. Schließlich freundet aber auch er sich mit dem Gedanken an, hier ein sehr viel größeres Labor beziehen zu können. Käthe merkt außerdem an, dass dies doch ein perfekter Ort für die anstehende Hochzeit sein könnte!
Eine Woche später ist der Umzug schon zu einem guten Stück bewältigt. Bei einem Rundgang im Garten passiert jedoch ein Unglück: Tom bricht in den Boden ein und verletzt sich beim Sturz schwer. Er wird durch ein letztes Tröpfchen Lazarusserum geheilt und kann sich nun umschauen: Er befindet sich in der Gefängniszelle aus dem gruseligen Gemälde und neben ihm liegen die Überreste eines Toten. Außerdem ist eine Kette mit einem großen Amethyst im Boden vergraben. 
Beim Versuch, die Kette zu bergen, erweckt Mimi unbeabsichtigt einen Geist, der sie sofort in dem Amethyst gefangen nimmt. Es handelt sich um den Geist eines Alchemisten namens Leonidus von Pergamon. Dieser hatte vor Jahrhunderten versucht, den damaligen Grafen von Hohenblick zu betrügen, und starb dafür in dieser Zelle. Die inzwischen befreite Mimi verzeiht ihm und erlöst ihn damit von seinem Fluch. Nachdem auch diese Bedrohung beseitigt ist, dürfte dem gemeinsamen Leben im Schloss nichts mehr im Wege stehen. Für die Schreckensfahrtgemeinschaft beginnt ein ganz neues Kapitel …

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