Folge 06: Der Ritter in der Ruine

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Wieder einmal schickt Erdmann das Kommando Katze zusammen mit Mara in eine Sage hinein. Denn schon wieder beginnt eine wichtige Geschichte damit, sich aufzulösen. Betroffen ist diesmal Parzival, einer der Ritter von Artus‚ Tafelrunde, der augenscheinlich Probleme hat.

Die Geschichte, die ihn nach langer Reise zum weisen Gralskönig werden lässt, endet nun deutlich früher in einer Burg, in der er eigentlich nur gegen zwei Ritter kämpfen und dann weiterziehen sollte. Irgendetwas muss den Ritter dort aufhalten, sodass er seiner Bestimmung nicht nachkommen kann. Und das wird früher oder später zum kompletten Verschwinden seiner Geschichte und damit auch zu drastischen Veränderungen in der Wirklichkeit führen. 

Also machen sich Dada, Welf und Mara auf den Weg in die Geschichte des Ritters Parzival. Sie landen auf einem Bergpass. Unter ihnen im Tal liegt die gesuchte Gralsburg, offensichtlich in keinem sehr guten Zustand.

Auf dem Weg zur Burg kommt das Kommando Katze an einer Lichtung vorbei, auf der ein Mädchen unter einer Eiche sitzt. Mara weiß aus ihren sicherheitshalber heruntergeladenen Daten, dass dieses Mädchen eine Rolle in Parzivals Sage spielt. Wenn er noch nicht bei ihr angekommen ist, dann muss er noch in der Burg sein. 

Tatsächlich stoßen Mara, Dada und Welf dort recht schnell auf Parzival: Ein Ritter in rostiger Rüstung hatte sich im Gebälk des Torbogens versteckt, um die Eindringlinge zu überwältigen. Schnell merkt er jedoch, dass er erstens keine große Chance gegen Welf hat und dass es sich bei ihm zweitens gar nicht um den „Grünen Ritter“ alias Bertilac d’Hautdesert handelt. Dieser taucht jedoch schnell auf, und zwar in ausgesprochen bedrohlicher Form: Der Grüne Ritter ist so hoch wie ein zweistöckiges Gebäude und besteht vollständig aus Holz und Blättern. Seit ungezählten Nächten greift er hier in der verlassenen Burg Parzival an.

Welf hat zunächst keine Probleme, den Grünen Ritter in handliche Stücke zu zerlegen. Doch das macht ihn nur stärker: Nun hat das Kommando Katze es mit fünf kleineren Versionen des Grünen Ritters zu tun. Parzival erzählt, dass genau das jede Nacht passiert. Parzival kämpft dann bis zum Morgen mit den kleinen Kopien des Ritters. Erst wenn er ihn komplett zerstört hat, kann der König mit seinem Gefolge zurückkehren, so sagt er.

Mara recherchiert währenddessen schnell in ihren Downloads, wie der Grüne Ritter besiegt werden kann. Sie wird fündig und behauptet, alle außer Parzival seien bereit, den Ort zu verlassen. Sie könnten es allerdings nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, ihn mit fünf Gegnern zurückzulassen.

Tatsächlich kann Mara den Grünen Ritter dazu bewegen, sich wieder zusammenzusetzen. Dann möchte Mara Parzival noch zum Abschied „hochleben lassen“. Dabei werfen Dada und Welf ihn nach oben zum Kopf des Grünen Ritters, den er mit einem gezielten Hieb abschlägt. Genau das war die Schwachstelle, durch die der Grüne Ritter besiegbar wurde.

Dieser ist jedoch weder tot noch wütend, sondern eher erleichtert. Er ist endlich besiegt und kann dadurch zurück in die „Grüne Kapelle“ gehen, seine Heimat in einer anderen Artussage.

Mara, Dada und Welf erkennen, dass jemand den Grünen Ritter aus der Gawain-Sage in die Geschichte von Parzival gezwungen hat. Und dieser Jemand scheint die Cyanoglossia zu sein, die schon in anderen Geschichten für jede Menge Unfrieden gesorgt hat.

Parzival kann jedenfalls seinen Weg fortsetzen und seine Sage ist gerettet. Nun muss nur noch die Dämonin gefunden werden, die all diese Schwierigkeiten verursacht …

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