Ein farbenfrohes, comicartiges Szenenbild zeigt eine fröhliche Gruppe junger Leute vor einem Imbissstand namens „KnobiBroterey“. Der Stand verkauft Knoblauchbrot und ist imStile eines Marktstandes auf einem Mittelaltermarkt gestaltet. Oben rechts im Bild sieht man den Anschnitt einer großen Festivalbühne aus Traversen mit Scheinwerfern und großen Boxen für den Sound. Oben im Vordergrund prangt ein großes, leuchtendes Schild mit dem Schriftzug „GHOSTSITTER“ in verspielter Gruselschrift. Links oben steht der Name des Autors: „Tommy Krappweis“. Rechts unten am Bildrand ist das Logo von „Leonine Audio“ zu sehen. Die Szene wirkt wie ein quirliges Fantasymarkt-Fest. Die Charaktere sind bunt und individuell gestaltet – darunter Tom Röschenberg, vier weitere Teenager, zwei männlich und zwei weiblich. In der Mitte der Gruppe seht Dieter Fleetenbecker in legerer Freizeitkleidung. Alle halten Knoblauchbrot in der Hand und lachen miteinander. Ihre Körperhaltungen und Gesichtsausdrücke strahlen Freundschaft und Spaß aus. Lediglich Tom und Dieter wirken überrascht von der Person vorne rechts im Vordergrund. Dort sieht man den Rücken einer Person mit langen, blonden Zöpfen und blauem Gewand, die das Geschehen beobachtet – vielleicht eine unerwartete Besucherin. Am unteren Bildrand steht in großen Buchstaben: „TICKETS FÜR DIE GILDE“ – der Titel der Hörspielfolge. Die Gesamtstimmung ist heiter, verspielt und einladend – eine Mischung aus Gruselspaß und Jahrmarktromantik.

Folge 24: Tickets für die Gilde

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Mimis Feststofflichkeitsübungen zahlen sich aus: Sie kann endlich für kurze Zeit beim Onlinegame World of Werwizards mitspielen. Doch das ist nicht der einzige Grund zur Freude in der Gilde Rübenbrei: Als Entschädigung für einen Serverausfall hat das Spiel Tickets für das Ritter-und-Orks-Festival verlost und die Gilde hat gewonnen. Schon übermorgen soll es losgehen!

Als Tom zu Oma ins Wohnzimmer stürmt, ist Herr Erdmann gerade zu Besuch. Er und Oma sprechen über das Liber Ignis, das magische Buch, das immer noch in Omas Dachboden lagert. Ein Versteck sei endlich gefunden, nur der Transport müsse noch unauffällig geregelt werden. Er hat jedoch eine Idee, wer die erwachsene Begleitperson beim Festival sein könnte: Dieter Fleetenbecker. Dieser erklärt sich sofort bereit und verspricht, Tom sei mit ihm „campingtechnisch bestens ausgerüstet“.

Diese Ausrüstung besteht aus „Bella von Bully“, einem orangefarbenen Campingbus aus den 70ern. Dieter ist zwar ziemlich überempfindlich mit seinem Auto, aber es verspricht trotzdem ein gelungenes Festivalerlebnis zu werden. Wäre da nicht Vlarad, der Tom besorgt anruft, weil Mimi eine gefährliche Überraschung plant. Und wäre da nicht ein junger Mann namens Trommel, der auffällig um den Zeltplatz herumschleicht …

Kaum sind alle Gildenmitglieder eingetroffen, zeigt Mimi auch schon, was sie vorbereitet hat: Sie erscheint unerwartet in feststofflicher Gestalt und kündigt an, dass sie das nun etwa 12 Stunden so halten könne. Sie hat sich nämlich eine ganz neue Technik einfallen lassen: Sie flackert. Das bedeutet, sie hält die Konzentration nicht mehr ununterbrochen aufrecht, sondern sendet nur noch 24 Feststofflichkeitssignale pro Sekunde. Für sie als Geist ist das viel weniger anstrengend. Nach dem ersten Schrecken ist Tom begeistert und auch die anderen Gildenmitglieder freuen sich wahnsinnig über das unerwartete Auftauchen von Mimi.

Doch die Freude währt nicht lange: Plötzlich verdunkelt sich der Himmel, das Festival verschwindet und Mimi und Tom sind alleine. Es scheint, als habe das etwas mit Mimis Flackertechnik zu tun, doch sie ist sicher, dass der Effekt nicht von ihr kommt. Wenn sie ihren Rhythmus ein wenig verschiebt, können Tom und sie das Festival wieder sehen. Hier steht alles still, als hätte das Leben auf die Pausetaste gedrückt.

Tom möchte auf dem Campingplatz nach dem Rechten schauen und er behält mit seinem schlechten Gefühl recht: Dort, wo Toms Rucksack sein müsste, leuchtet ein seltsames Licht, und eine ganze Schar holzig-dürrer Wesen sucht danach. Bei einem kurzen Flackern in die Wirklichkeit schnappt Tom sich den Rucksack, doch die Holzgrillen ergreifen ihn.

In diesem Moment kommt Trommel zu Hilfe. Er zerschlägt die Wesen mit seinem Schwert und will den Gegenstand im Rucksack an seinen Bestimmungsort bringen. Doch noch bevor Tom und Mimi entschieden haben, ob sie ihm trauen können, entsteigt der Erde die nächste Gefahr: Fürst Moram Silvanus von Malebolgia, ein Dämon aus dem achten Höllenkreis. Er fordert das Liber Ignis.

Zum Glück kennt Mimi die Regeln der Dämonenwelt und kann den Fürsten von einem Spiel überzeugen: Sie dürfen ihm drei Fragen stellen, die er wahrheitsgemäß beantworten muss. So erfahren sie, dass der Dämon einem anderen Wesen dient. Er verliert das Spiel und kehrt schließlich ohne das Buch zu seinem (weiterhin unbekannten) Auftraggeber zurück. Mit seinem Verschwinden löst sich auch der Zeitzauber langsam auf.

Nun ist nur noch zu klären, was mit dem Buch in Toms Rucksack passieren soll. Es stellt sich heraus, dass Trommel von Herrn Erdmann geschickt wurde. Dieser hat den ganzen Festivalbesuch eingefädelt, um das Buch zu einem Mausoleum in der Nähe zu transportieren. Tom und Mimi überlassen Trommel das Liber Ignis und treffen sich wieder mit der Gilde, um endlich das Festival zu genießen.

Im Anschluss muss Erdmann etwas tun, das Schwarzalben ganz besonders schwerfällt: sich entschuldigen. Außerdem gratuliert er Mimi zu ihrer grandiosen Erfindung. Er würde ihre Flackertechnik gerne genauer untersuchen lassen, doch Mimi lehnt ab. Sie ist einfach glücklich, dass sie jetzt besser mit Tom zusammen sein und natürlich WoWW spielen kann …

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